Konfuse zweite Hälfte kostet den Sieg

Klammheimlich arbeitete er sich nach vorne. Vom linken Außenverteidiger zum offensiven linken Part, bis ganz in die Spitze. Leandro Dittmer rechtfertigte seine Positionsverschiebung spätestens in Westercelle und hätte zum entscheidenden Mann werden können. Konjunktiv. Zunächst geriet der TuS nach einem blitzsauberen Konter der Gastgeber noch in Rückstand als Wittenberg in der vierten Spielminute gegen Curia vollenden konnte. Dann kam der Motor des TuS auf Touren. Kopfballduell durch Luca Werth entschieden und Dittmer setzte sich ab, vollstreckte eiskalt. Nur vier Minuten später reklamiert Westercelle abseits, Dittmer war es egal, bediente Dennis Osuch und der Harsefelder Toptorjäger erzielte seinen sechsten Saisontreffer. Der TuS hatte sich in der Zwischenzeit das Chancenplus erarbeitet und die Führung verdient hergestellt. Kurz vor der Pause erhöhte dann erneut Dittmer auf 3-1. Diesmal stark von Schawaller bedient, liess er sich wieder nicht aus der Ruhe bringen und stellte den Pausenstand her.

Warum sich der TuS in der zweiten Hälfte von der Hektik der Gastgeber anstecken liess, bleibt das grosse Rätsel. Es wurde vogelwild. Zunächst ein direkt verwandelte Freistoß, kurz später kann der TuS nicht klar genug klären und Soma trifft. Ausgleich, unnötig, aber dann irgendwann verdient für die Gastgeber. Der TuS nahm sich seiner eigenen Stärke. Als Niko Karsten die Notbremse ziehen musste, schien sich alles gegen den TuS zu wenden. Doch dann wurde es kurios und der Schiedsrichter trat ins Zentrum des Geschehens. Zunachst wurde Osuch ein Elfmeter verwehrt, die anschliessende Ecke landete vom eingewechselten Berner an der Latte und aus sicht des TuS im Tor. Der pfiff blieb aus. Es blieb beim Punkt. Der TuS bleibt seinem Trend treu. Einem Sieg folgt ein Remis. Dabei hätte Leo Dittmer problemlos zum entscheidenden Mann werden können, aber halt nur können. Am Ende muss man aufgrund des Spielverlaufes mit dem Punkt leben. Am. Donnerstag bereits bietet sich die nächste Möglichkeit den Trend fortzusetzen. Dann geht es für den TuS ins Nachholspiel bei Eintracht Lüneburg. Bereits am Samstag darauf folgt das Heimspiel gegen den Zweiten Rotenburg. Eine intensive Woche steht bevor.

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